
FREITAG, 28. November, 20 Uhr
HANDLUNG:
Als die Arbeiterinnen einer nordfranzösischen Textilfabrik eines Morgens zur Arbeit kommen, stellen sie fest, dass die gesamte Produktion heimlich abgebaut und verlagert wurde Plötzlich ohne Job hat eine der Frauen, Louise, genug von der Ungerechtigkeit. Sie schlägt vor, mit der geringen Abfindung, die sie erhalten, einen Auftragskiller zu engagieren, der den verantwortlichen Fabrikbesitzer umbringen soll.
Die Wahl fällt auf den etwas unbeholfenen Michel, der vorgibt, ein Profikiller zu sein, aber tatsächlich wenig Ahnung von diesem Gewerbe hat. Gemeinsam machen sie sich auf die absurd-komische Suche nach dem Verantwortlichen. Dabei geht die Reise vom örtlichen Chef bis hin zu immer höheren Ebenen von Wirtschaft und Gesellschaft.
EINORDNUNG:
Der Film ist eine Satire über Kapitalismus, Entfremdung und soziale Ungleichheit. Er zeichnet sich durch trockenen Humor, lakonischen Stil und absurde Szenen aus. Der Originaltitel „Louise-Michel“ bezieht sich auf die französische Revolutionärin Louise Michel, welcher der Film auch gewidmet ist. Weitere Anspielungen in diese Richtung bieten auch die Szenen in der Wohnung von Miros Eltern, gedreht im Familistère in Guise, einem vom Fabrikanten und utopischen Sozialisten Godin im 19. Jahrhundert erbauten Gebäudekomplex.
„Louise Hires a Contract Killer“ (OT: „Louise-Michel“)
Frankreich, 2008; 94 Minuten
Sundance Film Festival 2009: Spezialpreis der Jury, Festival de San Sébastian 2008: Bestes Drehbuch
