Omulaule heißt schwarz

Filmabend, Freitag 27. Februar 2026, 20 Uhr

Die Geschichte der „DDR-Kinder“ von Namibia

Während des namibischen Unabhängigkeitskrieges schickte die sozialistische South-West Africa People’s Organisation (SWAPO) ab 1979 etwa 400 Kinder aus Namibia zur Erziehung in die DDR. Größtenteils waren es Waisen, deren Eltern im Kampf gegen Südafrika getötet worden waren, aber auch Kinder von SWAPO-Kadern. Ziel der Aktion war es, eine neue politische Elite heranzuziehen. 1990 wurde Namibia unabhängig. Gleichzeitig hörte die DDR auf zu existieren und die Kinder mussten „zurück“.

Sie kamen in ein Land, von dem sie nur sehr vage, klischeehafte Vorstellungen hatten und dessen Kultur und Tradition sie nicht kannten.

 „Wir haben uns in der ehemaligen DDR damals angepasst, nach dem Lebensstil, nach der deutschen Kultur, nach der deutschen Tradition. Und dann plötzlich hieß es, man muss zurück.“

In der DDR waren sie Schwarze. Das waren sie später auch für die Weißen in Namibia. Doch für die schwarzen Namibier waren sie „Deutsche“.

Der Film handelt von der Suche nach einer eigenen Identität, einem Platz in der Gesellschaft und nach Heimat.

Bei der Vorführung wird auch ein ehemaliges „DDR-Kind“ anwesend sein und im Anschluss an den Film Fragen beantworten.

Omulaule heißt schwarz, D 2004, 66 Minuten

Autorinnen: Beatrice Möller; Nicola Hens; Susanne Radelhof