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Libertaeres Kultur- und Aktionszentrum Schwarze Katze
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Aktuelles - 13.01.2021

Bedrohungen und Sprüh-Attacke gegen das Libertäre Kultur- und Aktionszentrum „Schwarze Katze“


In der Nacht vom 09. auf den 10. Januar wurden Fassade, Außenbeleuchtung, Schaukästen und Fenster der Schwarzen Katze durch Graffiti und Aufkleber erheblich beschädigt und beschmutzt.

Mit sexistischen und queerfeindlichen Beschimpfungen („ANARCHO FOTZEN“, „Queer Fotzen", AntiDs sind HS!"), Revieransprüchen („ANTIIMP AREA“) und Symbolen des autoritären Sozialismus (Hammer&Sichel-Tags, Sticker mit Lenin-Stalin-Mao-Konterfeis) erzeugen die Angreifer*innen eine Bedrohung gegen alle Aktiven der emanzipatorischen Linken.

Dieses Vorgehen erinnert an den unsäglichen Angriff auf das Black Mosquito in Flensburg oder dem gewalttätigen Vorgehen des „Jugendwiderstandes” in Berlin.

Der Angriff auf die Schwarze Katze war nicht der erste, wohl aber der massivste. Schon seit Anfang November wurden mehrfach Aufkleber der "Proletarischen Jugend Hamburg" verklebt und Graffiti an Fenster und Wand hinterlassen. Auch wenn die "Proletarische Jugend Hamburg" am 13. Januar eine Distanzierung zu dieser Aktion veröffentlicht hat, die Täter*innen kommen anscheinend aus deren Umfeld und fühlen sich ihnen verbunden.

Warum uns diese Art von Aufmerksamkeit gerade jetzt zuteil wird, ist unklar. Die Schwarze Katze ist seit knapp 20 Jahren in der Nachbarschaft verankert und akzeptiert. Als libertäres Kultur- und Aktionszentrum wird sie von diversen Gruppen, Projekten und Einzelpersonen für gewerkschaftliche, anarchistische und antifaschistische Arbeit genutzt. Es gibt seit vielen Jahren kostenlosen und anonymen Deutschunterricht (wenn auch derzeit in Corona-Pause), Aktivitäten der Hamburger FAU, welche 2020 beispielsweise maßgeblich und erfolgreich in einem internationalen Bündnis für die Auszahlung geprellter Löhne von Näher*innen in Bangladesh gekämpft hat, sowie die hiesige Bibliothek, in der es neben dem anarchistischen Kernbereich auch ein umfangreiches Sortiment an marxistischer Literatur gibt.

Wir haben in Zeiten der Neuen Rechten, Schiefdenker*innen, den bestehenden und kommenden Krisen, sowie überhaupt dem ganzen herrschenden Elend wahrlich besseres zu tun, als uns einen gewaltvollen Szenekonflikt aufzwingen zu lassen, bei dem die radikale Linke insgesamt nur verlieren kann.

Wir freuen und bedanken uns sehr über die zahlreichen Solidaritätsbekundungen, die uns bereits erreicht haben!
Zugleich fordern wir die radikale Linke auf, der Hetze gegen Anarchist*innen, queere Menschen und Antideutsche entgegen zu treten und notfalls entsprechende Personen und Gruppen aus ihren Bündnissen und Strukturen auszuschließen.

 
Schwarze Katze, 13. Januar 2021

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